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Notensatzprogramm Capella 2000
Sauberer Grafik-Export
Capella2000 ist ein relativ preiswertes Notensatzprogramm. Es hat zwar nicht das Kaliber von Finale oder Sibelius, aber diese Programme sind auch vom Preis her nicht zu vergleichen. Wenn man über die Unsauberkeiten beim Layout - z.B. manchmal ein wenig über die Balken hinausragende Notenhälse - hinwegsehen kann, so wäre es gut brauchbar, wenn nicht der mangelhafte Grafikexport wäre. Solange man aus Capella druckt, ist alles in Ordnung, aber versucht man, über den Grafikexport Noten in Layoutprogramme zu importieren, so stellt man fest, daß z.B. die Bindebögen grob gezackt sind (Fehler in der Auflösung der Kurven) In der WHC - hauseigenen Info-Zeitschrift »Kontrapunkte« wird eine »Alternative zum Grafik-Export« vorgestellt. Leider ergibt sich, daß mit dem vorgeschlagenen Druckertreiber doc2pix, der anstelle einer Druckausabe eine Tiff - Datei der Partitur anfertigt, nur eine Auflösung von 300x300 dpi erreicht werden kann. Heute erreicht man mit einem einfachen Tintenstrahldrucker schon 600x600 dpi. Der Unterschied zwischen 300dpi und 600dpi ist sehr gut zu erkennen. 300x300dpi sind für einen guten Notenausdruck nicht ausreichend. Außerdem kann die Auflösung nicht mehr geändert werden. |
Es könnte sein, daß man durch 'Tricks' - z.B. Vergrößerung der Fläche des Notenblattes von z.B. A4 auf A3 mit späterer Verkleinerung beim Import in das Layoutprogramm - eine höhere Auflösung 'herauskitzeln' kann, aber meistens bringen diese 'Tricks' eine Menge anderer Schwierigkeiten mit sich, so daß man lieber die Finger davon lassen sollte.
Da ich in unserem Verlag bis vor einiger Zeit auch mit Capella gearbeitet habe, hatte mich dieser Mangel beim Grafik-Export schon immer geärgert, er führte bei mir zur Aufgabe des Programms. Angeregt durch den Artikel über den Tiff-Druckertreiber überlegte ich nun noch einmal, ob es keine bessere Lösung gäbe. Und siehe da, es gibt sie!! Wie gesagt, der Export der Capella-Partituren über die Druckerausgabe ist bis jetzt die einzige fehlerfreie Methode. Wenn man nun über einen PostScript - Drucker-Treiber ein EPS-Datei erzeugt, diese z.B. in CorelDraw8 importiert und abspeichert, so werden alle Bestandteile der Partitur als Vektorgrössen behandelt mit einer im Prinzig unendlichen Auflösung. Man erhält ein verlustfreies Abbild der Seiten. In CorelDraw selbst kann man nun - nach Entfernen des Seitenrahmens und Auflösung der Gruppierungen - alle Einzelobjekte der Partitur (Notenköpfe, -hälse, Linien, Vorzeichen, Notenschlüssel etc.) verschieben, drehen, spiegeln, skalieren u.s.w. 1 |
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Damit ist man nun zuaätzlich in der Lage, die kleinen optischen Schönheitsfehler ( s.o. ) 'auszubügeln' und so ein optisch wirklich perfektes Notenbild zu erzeugen, das dem anderer Programme in nichts nachsteht!
Von CorelDraw8 aus können die Noten nun in vielfältige Formate umgewandelt werden - jeweils so, wie man es gerade braucht. |
Zusatzkosten:
Der obigen Druckertreiber doc2pix kostet $39,- also ca. DM 80,-. CorelDraw8 ist nicht mehr die neueste Version dieses Grafik-Programms. Man bekommt es unter der Hand wahrscheinlich fast zum gleichen Preis - und hat nun immerhin ein ausgezeichnetes Grafik-Programn, mit dem sich noch viele andere Dinge erledigen lassen. Die Vorgehensweise im Einzelnen.
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verantwortlich für den Inhalt: Jürgen H.Havix